“Warum will ich dieses Lied singen, wenn ich nicht einmal weiß, ob ich es zu Ende singen kann…?”

Die Geschichte von Růžena Danielová

Die Lebensgeschichte von Růžena Danielová gehört zu jenen persönlichen Zeitzeugenberichten über den Holocaust, die man nur schwer vergessen kann. Wenn wir es schaffen, sie bis zum Ende zu lesen…

Das schwere, aber friedliche Leben von Růžena Danielová und ihrer Familie wurde durch den Zweiten Weltkrieg und den rassistischen Wahnsinn der Nazis, der in Folter und Mord in den Konzentrationslagern gipfelte, grundlegend erschüttert. Ihr Schicksal ist in amtlichen Dokumenten, Nachkriegserinnerungen, wissenschaftlichen Arbeiten sowie Film- und Radioaufnahmen festgehalten. Einen besonderen Platz nimmt dabei das Lied „Aušvicate hi kher báro“ ein, das sie bereits während ihrer Haft in Auschwitz-Birkenau sang und das später zu einem der bekanntesten musikalischen Zeugnisse und zu einem Symbol für die nationalsozialistische Verfolgung der Rom*nja und Sinti*zze wurde.

Kinderheit und Familie:

Růžena Danielová, geborene Malíková, wurde am 27. Februar 1904 in Čejč im Kreis Hodonín geboren. Ihre Mutter war Alžběta Malíková, eine alleinerziehende Mutter und uneheliche Tochter von Marie Malíková aus Dubňany. Růženas Kindheit war eng mit Südmähren verbunden, vor allem mit den Dörfern im Kreis Hodonín. Nach ihren eigenen Erzählungen wanderte sie in ihrer Kindheit mit ihrer blinden Mutter durch die dortigen Dörfer Hovorany, Čejkovice und Terezín, am häufigsten hielten sie sich jedoch in Mutěnice auf, wo sie bei verschiedenen Menschen wohnten. Die Schwestern ihrer Mutter heirateten in Westslowakei, genauer gesagt in Kopčany und Skalica, einer ihrer Onkel lebte vermutlich in Holíč.1

Bereits seit ihrem sechzehnten Lebensjahr lebte Růžena Malíková mit Martin Daniel zusammen, der am 12. Juni 1900 in Lechovice in der Region Znojmo als unehelicher Sohn von Barbora Danielová geboren wurde. Über die Anfänge ihres Zusammenlebens wissen wir nur, dass sie zwischen 1920 und 1927 in Kobylí im Raum Břeclav wohnten, zusammen mit einer weiteren Familie in einem Dienstwohnhaus der damaligen Ziegelei Slavíček in der Ortschaft Úlehly zwischen Kobylí und Čejkovice. Als Hubert Slavíček aus Čejč die Ziegelei Anfang der 1920er Jahre kaufte, handelte es sich lediglich um einen kleinen Handwerksbetrieb. In den folgenden Jahren gelang es ihm, diesen zu erweitern und zu mechanisieren, sodass die Produktion von etwa 70.000 Ziegeln pro Jahr auf etwa eine halbe Million anstieg. 2 Růžena Malíková und ihr Partner Martin arbeiteten in der Ziegelproduktion und waren den Erinnerungen von Zeitzeugen zufolge sehr fleißig: Sie luden Lehm auf, schnitten ihn zu und legten ihn auf Tabletts zur weiteren Verarbeitung. Martin arbeitete darüber hinaus auch als Wachmann in der Fabrik. 3 Martin und Růžena heirateten erst am 29. Juni 1926 in Kobylí. 4 In diesem Dorf kamen auch die ersten Kinder des Paares zur Welt. Ihr Sohn František kam am 7. Juli 1921 zur Welt, starb jedoch bereits am 11. Mai 1922. Es folgten Jan, geboren am 25. Februar 1923, Magdaléna, geboren am 22. Februar 1925, und Tomáš, geboren am 7. März 1927. 5

Růžena Danielová (zweite von links) mit ihrem Ehemann Martin (dritter von links) in der Ziegelei in Mutěnice. Quelle: HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň (Das Klagelied). Strážnice 1993.

Im Jahr 1927 zog die ganze Familie nach Břeclav, wo sie bis 1938 blieb. Sie wohnten in einer kleinen Siedlung namens Genža, die nahe der Stadt an der Eisenbahnstrecke und den damaligen Straßen Lesní und Lanžhotská lag. Sie bestand aus vier Notunterkünften ohne Hausnummern, die lediglich mit römischen Ziffern gekennzeichnet waren. Auch hier arbeiteten die Eheleute Daniel überwiegend in der Ziegelei im benachbarten Poštorná (heute ein Stadtteil von Břeclav). Im Volkszählungsbericht von 1930 wird Martin Daniel auch als Arbeiter beim städtischen Bauamt aufgeführt. In Břeclav kamen dann am 11. Februar 1932 die Zwillinge Zuzana und Michal zur Welt. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1935 lebte auch Růženas Mutter Alžběta mit der Familie im selben Haushalt. 6

Eine weitere einschneidende Veränderung für die Daniels ereignete sich Ende der 1930er Jahre, als die Ziegelei in Poštorná geschlossen wurde und sie sich anderswo Arbeit suchen mussten. Das gelang ihnen, und bald fanden sie eine feste Anstellung in der kommunalen Ziegelei in Mutěnice. Dort arbeitete bereits ihr ältester Sohn Jan, der jedoch bald – zusammen mit einigen anderen Jungen aus Mutěnice – zur Arbeit nach Linz in Österreich ging. Růžena widmete sich neben ihrer Arbeit in der kommunalen Ziegelei auch der Führung ihres eigenen Haushalts und arbeitete als Dienstmädchen bei Nachbarn in der Umgebung. Mit ihren älteren Kindern half sie beim Getreidedreschen, bei der Weinlese und bei anderen Feldarbeiten. Für diese Mithilfe erhielten sie nicht nur Geld, sondern auch eine Vergütung in Naturalien. In Mutěnice wohnten sie zunächst wieder in einer Dienstwohnung in der kommunalen Ziegelei. Im Jahr 1940 bauten sie sich jedoch ein eigenes Einfamilienhaus, das über zwei Wohnräume und eine geräumige Veranda mit einer kleinen Küche verfügte. Das Haus unterschied sich in Qualität und Ausstattung nicht von den anderen Häusern der ärmeren Dorfbewohner. Wie aus amtlichen Unterlagen hervorgeht, konnten Martin und Růžena Daniel weder lesen noch schreiben, dennoch wünschten sie sich für ihre Kinder eine bessere Bildung. Während der älteste Sohn Jan eine der Grundschulen in Břeclav besuchte, setzten die anderen Kinder ihre Schulausbildung in Mutěnice fort oder begannen sie dort.7

Die Einwohner von Mutěnice nahmen Růžena und Martin Daniel als fleißiges und ordentlich lebendes Ehepaar auf, das sich gut um seine Kinder kümmerte und normale nachbarschaftliche Beziehungen pflegte. 8 Růžena selbst betonte nach dem Zweiten Weltkrieg, dass sie in Mutěnice gut aufgenommen wurde und am lokalen gesellschaftlichen Leben teilnahm, einschließlich Bällen, Festen und anderen Feierlichkeiten:

„Die Leute mochten uns. Ich weiß nicht, die Leute haben uns nicht ausgegrenzt. Niemals! Wie viele Bälle es auch gab, zu jedem hatte ich eine Einladung. Und überall war ich mitten im Geschehen. […] Die Leute mochten mich furchtbar gern.“ 9

In einer anderen Erinnerung berichtete sie:

„Uns hielten sie in Mutěnice nicht für Zigeuner. Niemals im Leben! […] Von wegen, dass uns jemand etwas antun wollte! Niemand bei uns hat mich ‚Růžena, die Zigeunerin‘ genannt.“ 10

Eine bedeutende und angesehene Persönlichkeit des damaligen Gemeindelebens in Mutěnice war Jan Kratochvíla (1887–1950), ein Kleinbauer, Straßenarbeiter und Gemeindebeamter, der in den Jahren 1919–1920 und 1932–1945 auch Bürgermeister für die Sozialdemokratische Partei war. Růžena Danielová erinnerte sich sehr persönlich an ihn:

„Wir waren mit ihm – dem Bürgermeister – ein Herz und eine Seele. Als wäre meine Majduša seine Tochter. Egal ob es eine Jagd, ein Festmahl, eine Feier, oder es Weinwettbewerbe gab – ich war überall dabei! […] Was habe ich mit ihm alles getanzt!“ 11

Eine bedeutende und angesehene Persönlichkeit des damaligen Gemeindelebens in Mutěnice war Jan Kratochvíla (1887–1950), ein Kleinbauer, Straßenarbeiter und Gemeindebeamter, der in den Jahren 1919–1920 und 1932–1945 auch Bürgermeister für die Sozialdemokratische Partei war. Růžena Danielová erinnerte sich sehr persönlich an ihn:

 „Wir waren mit ihm – dem Bürgermeister – ein Herz und eine Seele. Als wäre meine Majduša seine Tochter. Egal ob es eine Jagd, ein Festmahl, eine Feier, oder es Weinwettbewerbe gab – ich war überall dabei! […] Was habe ich mit ihm alles getanzt!“ 12

Gäste bei der Hochzeit von Magdalena Danielová im Jahr 1943 vor dem Familienhaus der Familie Daniel in Mutěnice. Quelle: HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Das Klagelied). Strážnice 1993.

Deportation und Rettungsversuche:

Nach der Gründung des Protektorats Böhmen und Mähren wurden die Daniels zusammen mit anderen Einzelpersonen und Familien, die von den Behörden des Protektorats als „Zigeuner“ oder „Zigeuner-Mischlinge“ eingestuft wurden, zum Ziel der nationalsozialistischen Verfolgung und des Völkermords, obwohl die antizigeunerischen Maßnahmen der ersten Jahre der deutschen Besatzung sie zunächst im Wesentlichen nicht betrafen. Dies änderte sich radikal im Jahr 1943, als auf der Grundlage des sogenannten Auschwitz-Erlasses (auf Tschechisch abrufbar) des Chefs der deutschen Polizei und der SS, Heinrich Himmler, vom 16. Dezember 1942 die Massendeportationen von Rom*nja und Sinti*zze aus dem Protektorat in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau begannen. 13

Auch die Familie Daniel wurde im März 1943 zum Bahnhof in Strážnice gebracht, wo Roma aus Mutěnice und den umliegenden Gemeinden, die für den Transport vorgesehen waren, zusammengetrieben wurden. Růžena Danielová beschrieb dies später mit folgenden Worten:

„Also, im Jahr 1943 erhielten wir eine solche Mitteilung von der Gemeinde, dass sich etwas anbahne, dass man uns für zwei Monate irgendwohin in die Welt wegbringen werde; so haben sie es uns erklärt. Und sie holten uns ab. Sie brachten uns nach Strážnice. Alle, auch mit den Kindern. Von Strážnice holte uns die Gemeinde wieder zurück nach Mutěnice. Dann dauerte es, glaube ich – ich weiß nicht, sechs Wochen –, und dann holten sie uns wieder ab und brachten uns direkt nach Osvěnčín.“ 14

Ihre Erinnerung verdeutlicht nicht nur die Unsicherheit, in der die Familie lebte, sondern auch die Tatsache, dass die erste Überstellung nach Strážnice noch nicht mit einer Deportation endete. Die Rückkehr der Familie Daniel nach Mutěnice war höchstwahrscheinlich das Ergebnis der Intervention lokaler Gemeindevertreter, die versuchten, für die Familie zu bürgen. Ähnliche, wenn auch eher vereinzelte Bemühungen von Gemeindevertretern, einzelne Roma und Roma-Familien zu retten, sind auch in einigen anderen mährischen Gemeinden belegt, beispielsweise im Fall der Familie Dycha in Hrušky im Raum Břeclav 15 oder im Fall der Familie von Emílie Machálková, geborene Holomková, in Nesovice im Raum Vyškov.

Die Hoffnung auf Rettung währte jedoch nicht lange. Nach einigen Wochen wiederholte sich die Aktion, und diesmal akzeptierte die deutsche Kriminalpolizei die Bürgschaften der Gemeindevertreter nicht mehr. So wurde auch die Familie Daniel sofort in den nächsten, für Mai geplanten Transport eingeteilt. In den letzten Wochen vor der Deportation versuchte die Familie, zumindest die älteste Tochter Magdaléna zu retten, indem sie sie mit ihrem nicht-Roma-Partner Zdeněk Adamec aus Velvary verheiratete, der damals in Mutěnice als Landarbeiter tätig war. Nach den Erinnerungen von Růžena Danielová wurde diese Mischehe von den Menschen in Mutěnice in der Hoffnung empfohlen, dass Magdaléna nicht in den Transport eingeteilt würde und dass dies vielleicht sogar der ganzen Familie helfen könnte. Doch dies konnte die Deportation nicht verhindern, und Magdaléna, die zu diesem Zeitpunkt bereits schwanger war, wurde zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern in einen Massentransport eingeteilt, während ihr frischvermählter Ehemann Zdeněk Adamec im Dorf zurückblieb. 16

Vor ihrer erzwungenen Abreise aus Mutěnice bat Martin Daniel den Bürgermeister Jan Kratochvíla, ihr Haus während ihrer Abwesenheit einer vertrauenswürdigen Person anzuvertrauen; während des Krieges wohnte dort daher der Gendarm Bednařík mit seiner Familie. Nach Růženas Erinnerung bemühte sich der Bürgermeister, der Familie auch beim eigentlichen Abschied aus dem Dorf zu helfen: Als die Daniels Mutěnice verließen, brachte er ihnen Wein, der mit Wasser verdünnt war, und fünf Laibe Brot mit auf den Weg. Späteren Erkenntnissen zufolge bemühte sich Jan Kratochvíla während der Besatzungszeit, zahlreiche Ortsbewohner vor Verfolgung und Inhaftierung zu schützen, und tat für die Daniels alles, was in seiner Macht stand. Angesichts der nationalsozialistischen Deportationspolitik halfen jedoch weder die lokale Solidarität noch persönliche Fürsprache, und so wurden die Daniels Anfang Mai 1943 zu einem Sammelort in Hodonín eskortiert. 17

Haft in Konzentrationslagern:

Der Massentransport mit der Familie Daniel, der von Brünn aus aufgebrochen war und über 850 Männer, Frauen und Kinder umfasste, traf am 7. Mai 1943 im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz II-Birkenau ein. 18 Růžena Danielová, ihr Ehemann Martin und ihre Kinder Jan, Magdaléna, Tomáš, Zuzana und Michal wurden im Lagerabschnitt B-II-e interniert, den die nationalsozialistische Verwaltung als „Zigeunerlager“ bezeichnete (auf Tschechisch verfügbar). In diesem Teil des Lagers wurden nach und nach etwa 23.000 Rom*nja und Sinti*zze inhaftiert, von denen die meisten dort auch starben. Im Gegensatz zu anderen Teilen des Auschwitz-Komplexes wurden Männer, Frauen und Kinder dort nicht unmittelbar nach ihrer Ankunft getrennt. Dass die Familien zusammenblieben, änderte jedoch nichts daran, dass die Inhaftierten systematischer Gewalt, Hunger, Krankheiten, pseudomedizinischen Experimenten, Zwangsarbeit und schrittweiser körperlicher Vernichtung ausgesetzt waren. 19

Wie sich Růžena Danielová nach dem Krieg erinnerte, begann die brutale Behandlung bereits unmittelbar nach dem Aussteigen aus dem Transport: „Du weißt ja, wie es auf dem Bahnhof aussah. Egal ob es nun ein Stock oder ein Pantoffel war – was auch immer sie gerade in der Hand hatten, sie haben jeden von uns ‚besucht‘.“ Die Ankömmlinge wurden in Fünferreihen aufgestellt und unter ständigen Schlägen in den Lagerbereich getrieben. Die Angehörigen der Wachmannschaften benutzten alles, was sie gerade zur Hand hatten – Stöcke, Schuhe oder Stiele von Arbeitsgeräten. Růženas Sohn Tomáš hatte bei seiner Ankunft einen gebrochenen Arm, Jan eine Platzwunde am Kopf, Růžena wurde auf die Beine geschlagen und ihr Mann am ganzen Körper verprügelt. 20

Die erste Nacht verbrachten die geschundenen Menschen zusammengepfercht in einem schmutzigen Block mit einem Boden voller Exkremente. Dort wurden sie registriert und mit Häftlingsnummern tätowiert. Martin Daniel erhielt die Nummer Z-7569, seine Söhne Jan die Nummer Z-7570, Tomáš die Nummer Z-7571 und Michal die Nummer Z-7572. Růžena Danielová erhielt die Nummer Z-8259, ihre Töchter Magdaléna die Nummer Z-8260 und Zuzana die Nummer Z-8261. 21 Der Buchstabe Z, abgeleitet von der deutschen Bezeichnung „Zigeuner“, wurde Teil ihrer Identität im Lager. Bei der Aufnahme wurden den Häftlingen ihre Kleidung sowie alle persönlichen Gegenstände abgenommen, und sie erhielten abgetragene, oft von Läusen befallene Kleidung und Holzschuhe von Verstorbenen. 22 Daniel und seine Familie versuchten bei der Aufteilung der Häftlinge auf die einzelnen Blöcke, zusammenzubleiben: „Wir drängten uns immer einer hinter dem anderen; die Familie, damit wir alle zusammen waren.“ 23 Und obwohl es ihnen gelang und sie gemeinsam in Block Nummer 8 kamen, half ihnen das nicht, den Bedingungen zu entgehen, die in den überfüllten Holzbaracken herrschten. Die Gefangenen lagen zusammengepfercht auf kahlen Holzpritschen ohne Stroh und Decken in Baracken, die ursprünglich als Pferdeställe gedacht waren. Růžena Danielová erinnerte sich daran, wie sich die Situation mit dem Einbruch des Herbstes verschlimmerte:

„Wir lagen auf diesen Brettern – wir waren zu acht. Es gab starken Raureif, und unsere Körper froren an den Brettern fest. Das waren so etwas wie Pferdeställe oder was auch immer das war. Unser Fleisch fror also an diesen Brettern fest, und wenn man sich umdrehte, blieb das Fleisch dort zurück.“ 24

Der Alltag im Lager war geprägt von stundenlangen Appellen, Schlägen, Zwangsarbeit, Hunger und ständiger Unsicherheit. Die Inhaftierten mussten mindestens zweimal täglich zum Zählen antreten, unabhängig von Wetter, Gesundheitszustand oder Alter. Wenn sie nicht zur Arbeit eingeteilt waren, wurden sie oft zumindest nach draußen getrieben und mussten auf dem „Appellplatz“ stehen. Jedes Anzeichen von Schwäche, die Nichtbefolgung eines Befehls oder der Versuch, etwas zu essen zu ergattern, konnte mit brutalen Schlägen bestraft werden. Viele Arbeitsaufgaben hatten keinerlei praktischen Sinn und dienten vor allem der Erschöpfung und Demütigung der Häftlinge. Růžena Danielová beschrieb unter anderem, dass die Frauen große, mit Steinen gefüllte Gefäße auf den Schultern trugen und barfuß, unzureichend bekleidet und hungrig auf schlammigem Gelände arbeiteten. 25

Die Verpflegung war sowohl hinsichtlich der Menge als auch des Nährwerts völlig unzureichend. Die Häftlinge erhielten einige Kartoffeln, eine dünne Brennnesselsuppe, Rübenschnitzel oder andere Reste, die oft verschmutzt, verdorben und von Nagetieren befallen waren. Noch gravierender war der Mangel an Trinkwasser. Die Wasserversorgung war anfangs nur in den Küchen und später in den Waschräumen und im Krankenhaus vorhanden, doch das Wasser wurde nur in begrenztem Umfang zugedreht und war zudem gesundheitsschädlich. Die Inhaftierten konnten sich oft nicht einmal waschen, und Versuche, etwas zu trinken oder grundlegende Hygiene zu betreiben, wurden häufig mit harten Strafen geahndet. 26 Růžena Danielová erinnerte sich nach dem Krieg auch an die medizinischen Experimente, denen sie im Lager ausgesetzt war. Zusammen mit anderen Frauen wurde sie in den Krankenhaustrakt gebracht, wo man ihr die Augen verband, sie wiederholt schlug und schmerzhaften Eingriffen am Kopf und an anderen Körperteilen unterzog. Sie beschrieb Einstiche mit einer dicken Nadel, das Entstehen einer eiternden Schwellung und das Herausschneiden eines Gewebestücks aus ihrer Hand, in das ihr anschließend eine unbekannte Substanz injiziert werden sollte. Ein anderes Mal sperrten sie sie zusammen mit anderen Gefangenen in einen kleinen Raum, in dem sie unerträglich hohe Temperaturen ertragen musste. 27

Inmitten des allgemeinen Hungers versuchte Růžena Danielová, vor allem für ihre Kinder jegliche Nahrung zu beschaffen. In einer ihrer Erinnerungen beschrieb sie, wie sie unter den Latrinen Reste von Rüben, Kohl und Gurken sammelte, diese unter ihrer Kleidung versteckte und zu ihren Kindern brachte. Bei einem solchen Versuch wurde sie von einem Angehörigen des Lagerpersonals erwischt, der sie brutal schlug und trat. Dennoch brachte sie die Reste in den Block und verteilte sie unter ihren Kindern:

„Ich habe die Schalen abgeschüttelt und jedem einzelnen in den Mund gesteckt, damit sie länger durchhalten, die Armen.“ 28

Hunger, Durst, Schmutz, Läuse, körperliche Gewalt und extreme psychische Belastung führten zu einer raschen Ausbreitung von Krankheiten. Die Krankheitsrate im Roma-Lager stieg insbesondere im Sommer 1943 und erneut im Winter 1943–1944 deutlich an. Kranke Häftlinge blieben oft ohne angemessene medizinische Versorgung, Hygiene und Grundversorgung. Diese unmenschlichen Bedingungen wirkten sich auch auf das Schicksal der Familie Daniel aus. Als Erster starb im August 1943 Martin Daniel, 29 der laut Růženas Erzählung eines Tages nicht von der Arbeit zurückkehrte. Im September 1943 (anderen Quellen zufolge erst im Februar 1944) starb Zuzana, 30 im Dezember 1943 Jan, 31 Magdaléna 32 und Tomáš.33 Als letzter kam offenbar Michal ums Leben, doch das genaue Datum seines Todes ist nicht bekannt. 34


Růžena Danielová beschrieb später ihre letzte Begegnung mit Michal:

„Nun haben sie mir also meine letzten beiden Kinder weggenommen. Und sie haben sie irgendwohin gebracht, in dieses – sie nannten es ‚Revier‘, auf Deutsch ‚Krankenbau‘, und ‚Revier‘ nannten sie es, so eine Art Krankenstation war das. Und dann sagte mir eine Frau, dass er dort und dort in diesem Block sei und nach mir rufe. […] Und ich kroch schon unter dem Draht hindurch – dort war alles eingezäunt, aber es stand kein Strom darauf, es war einfach nur so ein Draht. Und ich schob eine Platte darunter und grub mich so darunter durch, bis ich zu den Toren kam, zu den Türen zu diesem Block. Und da rief der Alte: ‚Welcher von euch ist Michal?‘ […] Na ja, und jetzt kommt er durch den Block auf mich zu, ich gehe, und er sagt zu mir: Mami, sie werden dich umbringen, komm nicht her! Der Arme – nackt, voller Krusten, ganz voller Krusten, und er packte mich: Mami, ich möchte nach Hause. Wie kannst du nur, sage ich, Mišánek, nach Hause gehen? „Ich möchte Wasser trinken, Mami, ich möchte etwas essen, ich habe Hunger, ich bin krank.“ Er hatte Fieber, der Arme! Und dann hat uns jemand vertrieben, ich weiß nicht, wer es war, so ein junger Mann hat uns vertrieben, und ich musste mich zusammenreißen und gehen. Er, der Arme, ging auch. Und ich habe ihn nie wieder gesehen. Seitdem habe ich keines meiner Kinder mehr gesehen.“ 35

Als die nationalsozialistische Führung 1944 die Auflösung des Roma-Lagers in Auschwitz II-Birkenau beschloss, wurden die arbeitsfähigen Häftlinge nach und nach in andere Konzentrationslager verlegt, während die übrigen Männer, Frauen und Kinder – insgesamt etwa 4.300 Personen – in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 in den Gaskammern ermordet wurden. Růžena Danielová wurde am 2. August 1944 in den letzten Transport von Frauen ins Konzentrationslager Ravensbrück, 36 eingeteilt, wo sie die Häftlingsnummer 48 715 erhielt. 37 Nach einigen Wochen wurde sie von Ravensbrück zur Arbeit in ein Außenlager bei den Arado Flugzeugwerken in Wittenberg verlegt, wo die Häftlinge in der Flugzeugproduktion eingesetzt wurden. Das Lager war ursprünglich organisatorisch dem Konzentrationslager Ravensbrück unterstellt, wurde jedoch Ende 1944 zusammen mit einigen anderen Frauenaußenlagern der Verwaltung des Konzentrationslagers Sachsenhausen unterstellt, das bis dahin ausschließlich Männern vorbehalten war. 38 Aus späteren Erinnerungen geht hervor, dass Růžena Danielová dort bis zum Kriegsende blieb. In den letzten Wochen ihrer Gefangenschaft beobachtete sie den allmählichen Abzug der Aufseherinnen und den Zerfall der Lagerverwaltung. Nachdem sie das Lager nach dessen Befreiung verlassen hatte, machte sie sich zusammen mit anderen Häftlingen zu Fuß auf den Weg in Richtung der tschechoslowakischen Grenze. Sie litt unter Erfrierungen an den Füßen, Knien und anderen Körperteilen und wanderte nach eigenen Angaben mehrere Wochen lang, überwiegend nachts. Nach dem Grenzübertritt gelang es ihr, nach Přerov zu gelangen und anschließend nach Hause zurückzukehren. 39

Leben nach dem Krieg:

Als sie Ende Mai 1945 nach Mutěnice kam, wurde das Einfamilienhaus, das sie vor dem Krieg gemeinsam mit ihrem Ehemann in Mutěnice gebaut hatten, noch immer vom Gendarmen Bednařík und seiner Familie bewohnt. Růžena fand bei ihnen für drei Monate Zuflucht. Da keiner ihrer nächsten Angehörigen zurückgekehrt war, leitete sie ein amtliches Verfahren zur Erklärung ihres Todes ein, was nach Durchführung der Ermittlungen auf der Grundlage eines Urteils des Bezirksgerichts in Hodonín vom September 1946 erfolgte. Ihre Namen und Lebensdaten sind in Mutěnice auf einem Denkmal verzeichnet, das an die Opfer des Zweiten Weltkriegs aus dieser Gemeinde erinnert. 40

Die Folgen der Lagerhaft begleiteten Růžena Danielová für den Rest ihres Lebens. Im Jahr 1968 wurde ihr im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Verfolgung eine vollständige Invalidität zuerkannt. Von der Tiefe ihres Traumas zeugt auch ihre Erinnerung an eine Reise ehemaliger antifaschistischer Kämpfer nach Auschwitz im Jahr 1966:

„Als wir von Auschwitz nach Birkenau fuhren, begann es in meinem Kopf zu dröhnen, ich sprang aus dem Bus heraus, ich wollte mich dort umbringen. An dem Ort, an dem meine Kinder ums Leben kamen. Dort wollte ich mich umbringen. Aber es ging nicht… Ich will nichts mehr von Auschwitz hören!“ 41

Růžena Danielová nach dem Zweiten Weltkrieg mit einer tätowierten Häftlingsnummer. Quelle: HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Das Klagelied). Strážnice 1993.

In den Nachkriegsjahren verband Růžena Danielová ihr Leben mit dem Geiger Pavel Kubík (1902–1982), der aus einer Roma-Musikerfamilie aus Hrubá Vrbka im Horňácko stammte. Sein jüngerer Bruder war der Primas Josef „Jožka“ Kubík (1907–1978), eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Volksmusik aus dem Horňácko. Auch die Familie Kubík war während der nationalsozialistischen Besatzung stark von der Verfolgung der Roma betroffen; dennoch wurden beide Brüder 1943 zusammen mit einigen anderen aus den laufenden Transporten in das Konzentrationslager herausgenommen und konnten so gerettet werden. 42

Růžena Danielová im Jahr 1982. Quelle: HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Das Klagelied).Strážnice 1993.

Růžena Danielová und Pavel Kubík lebten gemeinsam in Mutěnice, Hodonín und auch in Hrubá Vrbka. In ihren letzten Lebensjahren wohnte Růžena Danielová in einem Seniorenheim in Hodonín. Der Ethnologe und Musikwissenschaftler Dušan Holý schrieb in einem Nachruf, der in der Zeitung „Lidová demokracie“ (übersetzt „Volksdemokratie”) abgedruckt wurde: „Vor kurzem hatte sie sich unglücklicherweise das Bein gebrochen, deshalb besuchte ich sie im Krankenhaus, und vielleicht gelang es mir sogar, sie für einen Moment abzulenken, sodass sie sich unterhielt. Ansonsten machte sie jedoch deutlich, dass es ihr größter Wunsch war, zu gehen – mit ihren eigenen Worten: dorthin zu gehen, wo ihre Kinder schon so lange sind.“ Růžena Danielová starb am 3. Mai 1988 im Alter von vierundachtzig Jahren in einem Krankenhaus in Hodonín und wurde auf dem dortigen Stadtfriedhof beigesetzt. 43

Klagelied:

Eines der bedeutendsten Zeugnisse, die uns aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern erhalten geblieben sind, ist das Roma-Lied „Aušvicate hi kher báro“ (übersetzt „In Auschwitz gibt es einen großen Bau”), auch kurz „Aušvicate“ (übersetzt „In Auschwitz”) genannt. Es gehört zu den sogenannten Klageliedern, in denen Rom*nja und Sinti*zze ihre Erfahrungen mit Verfolgung, Internierung und Gewalt in den Lagern festhielten. Lieder über das Leid während des Zweiten Weltkriegs entstanden oft auf Melodien älterer Roma-Volkslieder. Ihre Texte wurden mündlich weitergegeben, veränderten sich je nach den Erfahrungen der einzelnen Sängerinnen und Sänger und bezogen sich auf verschiedene Internierungs-, Arbeits- und Konzentrationslager. Das Singen verschaffte den Gefangenen dabei nicht nur vorübergehende Erleichterung von Angst, Schmerz und Verzweiflung, sondern half ihnen auch, ihre gegenseitige Solidarität, ihr Zugehörigkeitsgefühl und ihre eigene menschliche Identität aufrechtzuerhalten. In Situationen, in denen beispielsweise während der Appelle das Sprechen verboten war, konnten improvisierte Lieder teilweise auch eine Kommunikationsfunktion erfüllen. Das Singen in der eigenen Sprache stellte zugleich eine Form des Widerstands gegen die Demoralisierung und das nationalsozialistische System dar, das darauf abzielte, den Gefangenen ihre Individualität zu nehmen.

Das Lied „Aušvicate hi kher báro“ entstand vermutlich als kollektiv geschaffenes und geteiltes Werk im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zur Melodie eines alten Roma-Liedes „Oda kalo čirikloro“ (übersetzt „Das schwarze Vögelchen”). In der Fachliteratur wird es als Lagerlied im engsten Sinne bezeichnet, da es direkt im Konzentrationslager Auschwitz entstand und gesungen wurde und sein Text die konkreten Bedingungen der dortigen Gefangenschaft widerspiegelte. Gleichzeitig wurde dieses Lied zu einem Mittel der mündlichen Weitergabe von Erfahrungen an die Außenwelt und an zukünftige Generationen. Es gab keine festgelegte Form, und das Lied kursierte in verschiedenen Varianten, die nach 1945 im polnischen, mährischen und auch slowakischen Raum dokumentiert wurden. Die slowakischen Varianten bezogen das ursprüngliche Motiv auch auf Dubnica nad Váhom im Westen der Slowakei, wo sich während des Zweiten Weltkriegs ein Arbeitslager und anschließend ein Internierungslager für Roma befand. 44

Růžena Danielová übernahm offenbar die Melodie und die Grundmotive des Liedes, die unter den Gefangenen bereits im Umlauf waren, und gestaltete sie zu einer eigenen Variante um, die ihre ganz persönlichen Erfahrungen widerspiegelte. Nach ihrer eigenen Schilderung sang sie das Lied abends im Lager gemeinsam mit dem blinden Akkordeonspieler František Daniel aus Oslavany und dessen Frau. 45 Die bedeutendste frühe Aufzeichnung des Liedes erfolgte im April 1957, als in Hrubá Vrbka die Feier zum 50. Geburtstag des Primas Jožka Kubík stattfand. Vor den versammelten Gratulanten erklärte Růžena Danielová damals, unter welchen Umständen sie das Lied gesungen hatte, und trug dessen Roma-Text vor. Da Mitarbeiter des Tschechoslowakischen Rundfunks Brno anwesend waren, wurde ihr Auftritt auf Tonband aufgenommen. Zu Beginn erklärte Růžena Danielová:

„Ich muss Ihnen sagen, verehrte Gäste, warum ich dieses Lied singen möchte und warum es dem Publikum in der ganzen Welt bekannt sein sollte: Ich war zwei Jahre lang inhaftiert, und dieses Lied habe ich komponiert, als ich die schlimmsten Schläge erhielt – das Fleisch fiel mir von den Knien, dasselbe geschah mit den Ellbogen, mein Kreuz ist bis heute gebrochen –, bei diesen schlimmsten Schlägen habe ich dieses Lied komponiert, das ich Ihnen nun vorsingen werde; ich bin mir nicht sicher, ob ich es zu Ende singen kann, ohne in Tränen auszubrechen.“ 46

Das Lied „Aušvicate hi kher báro“ ist eine Klage über Trennung, Hunger und Ohnmacht. Die persönliche Ebene des Liedes vermischt sich mit der kollektiven Erfahrung der Häftlinge – Liebeskummer und familiäre Trauer verwandeln sich in ein Zeugnis über die Lebensbedingungen der gesamten Gemeinschaft. Das Konzentrationslager in Auschwitz erscheint in dem Lied als großes Gefängnis, in dem der Geliebte der Sängerin einsitzt und klagt. Weitere Strophen berichten vom Mangel an Nahrung, davon, dass die Häftlinge nicht einmal ein Stück Brot haben, und von der Gewalt der Lagerfunktionäre. Einige Interpretationen erklären einen Teil des Textes auch als indirekten Hinweis auf sexuelle Gewalt gegen inhaftierte Frauen. Das Lied enthält zugleich ein ausgeprägtes Element von Wut und Widerstand, das am stärksten im abschließenden Aufruf zum Ausdruck kommt: „Wenn ich eines Tages nach Hause gehe, werde ich den Blockältesten töten.“ Im Kontext des Liedes lässt sich diese Zeile als Wunsch nach Vergeltung lesen, der durch die extreme Gewalt im Lager ausgelöst wurde. Denn genau wie andere Lieder, die in Konzentrations- und anderen Internierungslagern entstanden sind, ist es nicht nur eine Klage über Leid und Tod, sondern zugleich eine Anklage gegen die Täter und eine Weigerung, sich der Gewalt im Lager vollständig zu unterwerfen. 47


Aušvicate hi kher báro / V Osvětimi je velký dům – Emília Machálková.


In den 1970er Jahren lernte der Komponist und Musikwissenschaftler Miloš Štědroň das Lied „Aušvicate hi kher báro“ durch den Ethnologen und Musikwissenschaftler Dušan Holý kennen. Gemeinsam mit dem Komponisten Arnošt Paresch nutzte er deren Melodie als Grundlage für ein Stück für Viola und das Brünner Rundfunkorchester für Volksinstrumente (auf Tschechisch Brněnský rozhlasový orchestr lidových nástrojů oder kurz BROLN) mit dem Titel „Das Weinen von Růžena Danielová aus Hrubá Vrbka um ihren Ehemann in Auschwitz“. Das Stück entstand 1975 und gewann im selben Jahr den ersten Preis beim internationalen Rundfunkwettbewerb „Prix Bratislava“. Die Autoren verbanden darin das melodische Material des Roma-Liedes mit Methoden der zeitgenössischen Komposition. Die Aufnahme erschien später auf mehreren Schallplatten. Miloš Štědroň schuf später nach Motiven des Liedes auch ein kurzes Kammermusikstück für das Ensemble „Due Boemi di Praga“ und bearbeitete die Melodie auf andere Weise ebenfalls in einem Bläsertrio für Oboe, Klarinette und Fagott. 48

Der vollständige Text des Liedes „Aušvicate hi kher báro“ wurde zusammen mit der Melodie erstmals 1984 in einem Interview von Dušan Holý mit Miloš Štědroň in der Zeitschrift „Národopisné aktuality“ (übersetzt „Aktualitäten aus der Volkskunde”) abgedruckt. 49 Zwei Jahre später wurden einige Strophen ohne Noten auch in die Broschüre zur Sendung „Ľudia z rodu Rómov“ (übersetzt „Menschen aus der Roma-Gemeinschaft”) aufgenommen, die 1986 beim XXXI. Folklorefestival in Východná ausgestrahlt wurde. 50 Im Jahr 1991 folgte eine fachliche Analyse der Melodie in einer Studie von Dušan Holý, Bartoloměj Daniel und Miloš Štědroň, die sich mit alten Roma-Volksliedern befasste.51

Den Abschluss der langjährigen Forschungsarbeit von Dušan Holý bildete das 1993 erschienene Buch „Žalující píseň“ (übersetzt „Ein Klagelied”). Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem Historiker Ctibor Nečas, der sich bereits seit den 1970er Jahren mit der Geschichte der tschechoslowakischen Rom*nja und Sinti*zze und vor allem mit deren Verfolgung durch die Nationalsozialisten befasste. Die vorbereitenden Studien zu diesem Buch wurden bereits 1988 im Rahmen der 36. Ausgabe des Wettbewerbs des Tschechischen Verbandes der Antifaschistischen Kämpfer um die besten Erinnerungs-, Geschichts- und Dokumentationsarbeiten mit antifaschistischer Thematik ausgezeichnet. Das Lied „Aušvicate hi kher báro“ steht zusammen mit der Lebensgeschichte von Růžena Danielová und ihren Aussagen am Anfang der Publikation. Dušan Holý verglich in dem Buch mährische, slowakische und polnische Varianten, suchte nach ihren älteren musikalischen und textlichen Wurzeln und sammelte zudem weitere Lieder, die sich auf nationalsozialistische Konzentrationslager beziehen.  52

An das Buch „Žalující píseň“ und die darin gesammelten Zeugnisse knüpfte der Regisseur Břetislav Rychlík mit dem Dokumentarfilm „Ó, tu kálo čiriklóro“ (übersetzt „Oh, du schwarzes Vögelchen”) an, der 1997 vom Tschechischen Fernsehen gedreht wurde. Der Film, der sich mit der nationalsozialistischen Verfolgung der tschechischen und mährischen Rom*nja und Sinti*zze, den Orten ihrer Internierung und dem Schicksal der Überlebenden befasst, wurde im Jahr seiner Entstehung beim Festival Academia Film Olomouc (AFO) mit dem Antonín-František-Šulc-Preis „für die sachliche Darstellung und historische Dokumentation des Holocausts an der Roma-Minderheit“ ausgezeichnet. 53

Im Jahr 2013 erschien das Lied „Aušvicate hi kher báro“ in verschiedenen Interpretations- und Kompositionsvarianten auf der CD „…to jsou těžké vzpomínky“ (übersetzt „… das sind schmerzhafte Erinnerungen”), die in Zusammenarbeit zwischen dem Tschechischen Rundfunk Brno und dem Museum für Roma-Kultur produziert wurde. 54 Das Album enthält nicht nur die ältesten erhaltenen Fassungen der Lieder im Zusammenhang mit dem nationalsozialistischen Völkermord an den Rom*nja und Sinti*zze, darunter eine historische Aufnahme von Růžena Danielová, sondern auch deren Weiterentwicklungen in den nachfolgenden Generationen. Eine der bekanntesten Nachkriegsinterpretinnen des Liedes „Aušvicate hi kher báro“ im tschechischen Raum war Emílie Machálková, die aus der mährischen Roma-Familie Holomek stammte, von der ein Großteil während des Zweiten Weltkriegs in nationalsozialistischen Konzentrationslagern ums Leben kam. Sie lernte das Lied aus zweiter Hand, und ihre Interpretation stellt somit eine musikalische und erinnerungsbezogene Verbindung zwischen der Generation der Überlebenden und den nachfolgenden Generationen dar. 55

Zur weltweiten Verbreitung des Liedes „Aušvicate hi kher báro“, das bisher vor allem mündlich, hauptsächlich durch Überlebende, weitergegeben wurde, trug jedoch maßgeblich der Musikdokumentarfilm „Latcho drom“ aus dem Jahr 1993 des französischen Regisseurs mit Romani-Herkunft Tony Gatlif bei. 56 Der Film verfolgt mittels Musik, Gesang und Tanz die symbolische Wanderung der Roma von Indien durch verschiedene Teile Europas und stellt die vielfältigen Ausprägungen der Roma-Kultur in den einzelnen Ländern dar. Im Film erklingt das Lied zunächst im gemeinsamen Gesang zweier Frauen, woraufhin sich die Solostimme der Überlebenden Margita Makulová aus der Slowakei anschließt. 57

Das Lied „Aušvicate hi kher báro“ ist zu einem der bekanntesten und am häufigsten interpretierten musikalischen Symbole der nationalsozialistischen Verfolgung der Rom*nja und Sinti*zze geworden. Es erklingt regelmäßig bei Gedenk- und Erinnerungsveranstaltungen und ist in verschiedenen Text- und Melodievarianten Teil des Repertoires (nicht nur) von Roma-Musikensembles und -Sängerinnen in zahlreichen Ländern. Neben dem Gedenken an die Opfer erfüllt es somit auch die Funktion eines kollektiven Gedächtnisses, eines historischen Zeugnisses und des Ausdrucks individueller wie gemeinsamer Roma-Identität. 58

Fazit:

Die Geschichte von Růžena Danielová zeigt den nationalsozialistischen Völkermord an Rom*nja und Sinti*zze aus der Perspektive einer Frau und Mutter, die im Konzentrationslager versuchte, ihre Familie am Leben zu erhalten, und sich nach dem Krieg mit deren vollständigem Verlust auseinandersetzen musste. Ihr Zeugnis schildert nicht nur die Gewalt, den Hunger und den Tod im Lager, sondern auch das Familienleben vor dem Krieg, die Beziehungen zu den Nachbarn, die Hilfsversuche der Menschen vor Ort und die langfristigen Folgen des erlebten Traumas. Gerade die Verknüpfung dieser Ebenen ermöglicht es, den Völkermord nicht nur als eine Abfolge repressiver Maßnahmen und Massenverschleppungen zu begreifen, sondern vor allem als gewaltsame Zerstörung konkreter Menschenleben, familiärer Bindungen und der Zukunft ganzer Gemeinschaften. 

Růžena Danielová war im Umfeld des Konzentrationslagers nicht nur ein passives Opfer von Gewalt. Immer wieder riskierte sie ihr eigenes Leben, um Nahrung für ihre Kinder zu beschaffen, und versuchte trotz Hunger, Schlägen und Krankheiten, den Familienzusammenhalt zu bewahren. Auch das Singen konnte unter den Bedingungen eines Konzentrations- und Vernichtungslagers eine besondere Form des Widerstands darstellen. Ein Lied, das in der eigenen Sprache gesungen wurde, trug dazu bei, die Menschenwürde, das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Bewusstsein für die eigene Identität in einem Umfeld zu bewahren, dessen Ziel es war, die Gefangenen zu demütigen, zu isolieren und ihrer Individualität zu berauben. Die Stimme von Růžena Danielová blieb nicht nur in aufgezeichneten Erinnerungen erhalten. Durch das Lied „Aušvicate hi kher báro“ verband sich die persönliche Trauer einer Frau, die ihren Ehemann und alle ihre Kinder verloren hatte, mit der kollektiven Erfahrung der verfolgten Rom*nja und Sinti*zze und wurde Teil ihres Nachkriegsgedächtnisses. Gleichzeitig wurde das Lied zu einem wichtigen Zeugnis des Völkermords, der über lange Jahrzehnte hinweg marginalisiert, aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt und verschwiegen wurde.

Internetquellen:
Literatur:
  • ANDRŠ, Zbyněk: The Song Folklore of the Roma in the Slovak and Czech Republics: Ethnosemantic and Ethnohistorical Approach. Praha 2016. (ANDRŠ, Zbyněk: Die Liedfolklore der Roma in der Slowakei und der Tschechischen Republik: Ein ethnosemantischer und ethnohistorischer Ansatz. Prag 2016.)
  • FRANC, Oldřich: Dějiny Kobylí: poznámky k dějinám obce od pravěku do roku 2000. Kobylí 2004. (FRANC, Oldřich: Die Geschichte von Kobylí: Anmerkungen zur Geschichte der Gemeinde von der Urzeit bis zum Jahr 2000. Kobylí 2004.)
  • FRANC, Oldřich: Dějiny Kobylí v datech. Kobylí 2000. (FRANC, Oldřich: Die Geschichte von Kobylí in Daten. Kobylí 2000.)
  • HOLÝ, Dušan: Mudrosloví primáše Jožky Kubíka. Praha 1984. (HOLÝ, Dušan: Die Weisheiten des Primáš Jožka Kubík. Prag 1984.)
  • HOLÝ, Dušan: S Milošem Štědroněm o etnomuzikologickém a historickém aspektu a prostoru při práci s hudebním folklórem. In: Národopisné aktuality 21, 1984. (HOLÝ, Dušan: Mit Miloš Štědroň über ethnomusikologische und historische Aspekte und den Raum bei der Arbeit mit musikalischer Folklore. In: „Národopisné aktuality“ 21, 1984.)
  • HOLÝ, Dušan: Odešla za svými dětmi. Lidová demokracie, 13. 5. 1988, s. 6. (HOLÝ, Dušan: Sie ist zu ihren Kindern gegangen. „Lidová demokracie“, 13. Mai 1988, S. 6.)
  • HOLÝ, Dušan, DANIEL, Bartoloměj, ŠTĚDROŇ, Miloš: Romské písně Aušvicate – Dade zingaricum – Tikha vgordonaczka. In: Národopisná revue 3/91. (HOLÝ, Dušan, DANIEL, Bartoloměj, ŠTĚDROŇ, Miloš: Roma-Lieder „Aušvicate“ – „Dade zingaricum“ – „Tikha vgordonaczka“. In: „Národopisná revue“ 3/91.)
  • HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň: o osudu Romů v nacistických koncentračních táborech. Strážnice 1993. (HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Ein Klagelied: Über das Schicksal der Roma in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Strážnice 1993.)
  • HORVÁTHOVÁ, Jana: …to jsou těžké vzpomínky (1. svazek): vzpomínky Romů a Sintů na život před válkou a v protektorátu. Brno 2021. (HORVÁTHOVÁ, Jana: … das sind schwere Erinnerungen (Band 1): Erinnerungen von Rom*nja und Sinti*zze an das Leben vor dem Krieg und im Protektorat. Brünn 2021.)
  • HORVÁTHOVÁ, Jana, SIGMUND HERÁKOVÁ, Alica, ŠIKLOVÁ, Jiřina: Amendar: pohled do světa romských osobností. Brno 2018, s. 92. (HORVÁTHOVÁ, Jana, SIGMUND HERÁKOVÁ, Alica, ŠIKLOVÁ, Jiřina: Amendar: Ein Blick in die Welt der Roma-Persönlichkeiten. Brünn 2018, S. 92.)
  • JAN, Libor, ŠTĚPÁNEK, Václav: Mutěnice: dějiny vinařské obce. Mutěnice 2002. (JAN, Libor, ŠTĚPÁNEK, Václav: Mutěnice: Geschichte einer Winzergemeinde. Mutěnice 2002.)
  • KLADIVOVÁ, Vlasta: Konečná stanice Auschwitz-Birkenau. Olomouc 1994. (KLADIVOVÁ, Vlasta: Endstation Auschwitz-Birkenau. Olomouc 1994.)
  • NEČAS, Ctibor: Břeclavská ulice – Lanžhotská (Z připravovaných pamětí Ctibora Nečase). In: Jižní Morava, sv. 56, 2017. (NEČAS, Ctibor: Die Břeclavská-Straße – Lanžhotská (Aus den in Vorbereitung befindlichen Memoiren von Ctibor Nečas). In: Jižní Morava, Bd. 56, 2017.)
  • NEČAS, Ctibor: Českoslovenští Romové v letech 1938–1945. Brno 1994. (NEČAS, Ctibor: Die tschechoslowakischen Roma in den Jahren 1938–1945. Brünn 1994.)
  • NEČAS, Ctibor: Holocaust českých Romů. Praha 1999. (NEČAS, Ctibor: Der Holocaust an den tschechischen Roma. Prag 1999.)
  • NEČAS, Ctibor: Osudy cikánské rodiny Danielů z Mutěnic. In: Jižní Morava 23, 1987, sv. 26. (NEČAS, Ctibor: Das Schicksal der Zigeunerfamilie Daniel aus Mutěnice. In: Jižní Morava 23, 1987, Bd. 26.)
  • NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur: osoby a dějství z romského dramatu, které se odvíjelo na scéně historické Moravy. Brno 2008. (NEČAS, Ctibor: Eine Sammlung von Roma-Miniaturen: Personen und Ereignisse aus dem Roma-Drama, das sich auf der Bühne des historischen Mährens abspielte. Brünn 2008.)
  • NEČAS, Ctibor: Z Protektorátu Čechy a Morava do Auschwitz II – Birkenau: Hromadný transport 7. 5. 1943. In: Sborník prací filozofické fakulty brněnské univerzity (C 42). (NEČAS, Ctibor: Vom Protektorat Böhmen und Mähren nach Auschwitz II – Birkenau: Massentransport vom 7. Mai 1943. In: Sammelband der Philosophischen Fakultät der Universität Brünn (C 42).)
  • PLACHÁ, Pavla: Zpřetrhané životy: československé ženy v nacistickém koncentračním táboře Ravensbrück v letech 1939–1945. Praha 2021. (PLACHÁ, Pavla: Zerrissene Leben: Tschechoslowakische Frauen im nationalsozialistischen Konzentrationslager Ravensbrück in den Jahren 1939–1945. Prag 2021.)
  • SCHUSTER, Michal: „Jinak bychom tady nebyli.“ Příběh rodiny Dychovy z obce Hrušky (okr. Břeclav). In: Romano džaniben 2/2020. (SCHUSTER, Michal: „Sonst wären wir nicht hier.“ Die Geschichte der Familie Dycha aus dem Dorf Hrušky (Bezirk Břeclav). In: Romano džaniben 2/2020.)
  • SLAČKA, Dušan: Cikánská otázka na Hodonínsku v letech 1945–1973. Brno 2015. (SLAČKA, Dušan: Die Zigeunerfrage im Raum Hodonín in den Jahren 1945–1973. Brünn 2015.)
  • TUČKOVÁ, Kateřina: Růžena Danielová. In: FUČÍKOVÁ, Renáta, KŘÍŽOVÁ, Lenka, TUČKOVÁ, Kateřina a kol.: Hrdinky: příběhy významných českých žen. Praha 2020. (TUČKOVÁ, Kateřina: Růžena Danielová. In: FUČÍKOVÁ, Renáta, KŘÍŽOVÁ, Lenka, TUČKOVÁ, Kateřina u. a.: Heldinnen: Geschichten bedeutender tschechischer Frauen. Prag 2020.)
  • WEISSBACH, Anne Merle: Musik der Sinti und Roma im nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager. Berlin 2011.

Anmerkungen – Quellenangaben:
  1.  NEČAS, Ctibor: Osudy cikánské rodiny Danielů z Mutěnic. In: Jižní Morava 23, 1987, Bd.. 26, S. 265 (Das Schicksal der Roma-Familie Daniel aus Mutěnice); HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 43; NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur. (Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 107. Informationen zum Leben von Růžena Danielová siehe auch z. B. HORVÁTHOVÁ, Jana, SIGMUND HERÁKOVÁ, Alica, ŠIKLOVÁ, Jiřina: Amendar: pohled do světa romských osobností. (Amendar: Ein Blick in die Welt der Roma-Persönlichkeiten). Brno 2018, S. 92; Růžena Danielová. Amendar.cz. Abrufbar auf Tschechisch unter: https://amendar.cz/osobnost/ruzena-danielova/ ; MIHOLA, Jaroslav: 75 let od ukončení 2. světové války. In: Naše Mutěnice, (75 Jahre seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. In: Naše Mutěnice), Sommer 2020, S. 10–12. Abrufbar auf Tschechisch unter: https://mutenice.cz/files/mutenice/gallery/8976/647615b0640fd_Nase-Mutenice-2020-leto.pdf; TUČKOVÁ, Kateřina: Růžena Danielová. In: FUČÍKOVÁ, Renáta, KŘÍŽOVÁ, Lenka, TUČKOVÁ, Kateřina a kol.: Hrdinky: příběhy významných českých žen. (Heldinnen: Geschichten bedeutender tschechischer Frauen). Praha 2020, S. 132; PLACHÁ, Pavla:Zpřetrhané životy: československé ženy v nacistickém koncentračním táboře Ravensbrück v letech 1939–1945. (Zerrissene Leben: Tschechoslowakische Frauen im nationalsozialistischen Konzentrationslager Ravensbrück in den Jahren 1939–1945). Praha 2021, S. 399–400; HORVÁTHOVÁ, Jana: …to jsou těžké vzpomínky (1. svazek). ( …Das sind schwere Erinnerungen (Band 1). Brno 2021, S. 662; SCHUSTER, Michal: Růžena Danielová. Encyclopaedia of the Nazi Genocide of the Sinti and Roma in Europe. (Růžena Danielová. Encyclopaedia of the Nazi Genocide of the Sinti and Roma in Europe). Abrufbar auf Englisch unter: https://encyclopaedia-gsr.eu/lemma/danielova-ruzena-en-1-0/. ↩︎
  2. FRANC, Oldřich: Dějiny Kobylí v datech. (Die Geschichte von Kobylí in Daten). Kobylí 2000, S. 98; FRANC, Oldřich: Dějiny Kobylí: poznámky k dějinám obce od pravěku do roku 2000. (Die Geschichte von Kobylí: Anmerkungen zur Geschichte der Gemeinde von der Urzeit bis zum Jahr 2000). Kobylí 2004, S. 296, 297, 299.  ↩︎
  3. NEČAS, Ctibor: Osudy cikánské rodiny Danielů z Mutěnic. In: Jižní Morava 23, (Das Schicksal der Zigeunerfamilie Daniel aus Mutěnice. In: Jižní Morava 23), 1987, sv. 26, s. 265; HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, s. 43. ↩︎
  4.  Kirchenbuch der römisch-katholischen Pfarrei Kobylí, Buch 2799. Verfügbar auf Tschechisch unter: https://www.mza.cz/actapublica/matrika/detail/13922?image=216000010-000253-003370-000000-002799-000000-00-00070.jp2. ↩︎
  5. NEČAS, Ctibor: Osudy cikánské rodiny Danielů z Mutěnic. In: Jižní Morava 23, (Das Schicksal der Zigeunerfamilie Daniel aus Mutěnice. In: Jižní Morava 23), 1987, Bd. 26, S. 265–266; HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 43–44.  ↩︎
  6. NEČAS, Ctibor: Osudy cikánské rodiny Danielů z Mutěnic. In: Jižní Morava 23, (Das Schicksal der Zigeunerfamilie Daniel aus Mutěnice. In: Jižní Morava 23), 1987, Bd. 26, S. 265–266; HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 43–44; NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur. (Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 107; NEČAS, Ctibor: Břeclavská ulice – Lanžhotská (Z připravovaných pamětí Ctibora Nečase). In: Jižní Morava, (Die Břeclavská-Straße – Lanžhotská (Aus den in Vorbereitung befindlichen Memoiren von Ctibor Nečas). In: Südmähren), Bd. 56, 2017, S. 153. ↩︎
  7. NEČAS, Ctibor: Osudy cikánské rodiny Danielů z Mutěnic. In: Jižní Morava 23, (Das Schicksal der Zigeunerfamilie Daniel aus Mutěnice. In: Jižní Morava 23), 1987, Bd. 26, S. 265–266; HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 44–45.  ↩︎
  8. NEČAS, Ctibor: Osudy cikánské rodiny Danielů z Mutěnic. In: Jižní Morava 23, (Das Schicksal der Zigeunerfamilie Daniel aus Mutěnice. In: Jižní Morava 23), 1987, Bd. 26, S. 267; HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 47; NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur. (Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 108. Zu den Aussagen von Zeitzeuginnen aus Mutěnice siehe auch: Ó, tu kálo čiriklóro, Dokumentarfilm, Regie: Břetislav Rychlík, 1997.) ↩︎
  9. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 43. Alle in diesem Artikel verwendeten Zitate aus den Erinnerungen von Růžena Danielová wurden sprachlich in die Standardform überarbeitet.) ↩︎
  10. ebenda, S. 48. ↩︎
  11. ebenda., S. 50; JAN, Libor, ŠTĚPÁNEK, Václav: Mutěnice: dějiny vinařské obce. (Mutěnice: Geschichte einer WinzergemeindeWinergemeinde). Mutěnice 2002, S. 179–183, 217. ↩︎
  12. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied).Strážnice 1993, S. 48. ↩︎
  13. Mehr zur nationalsozialistischen Verfolgung der Rom*nja und Sinti*zze in den tschechischen Ländern z. B. NEČAS, Ctibor: Holocaust českých Romů. (Der Holocaust der tschechischen Roma). Praha 1999; SCHUSTER, Michal, BECK, Aletta: Die Verfolgung der Rom*nja und Sinti*zze im Protektorat Böhmen und Mähren. Holocaust.cz. Verfügbar auf Tschechisch unter: https://www.holocaust.cz/dejiny/pronasledovani-a-genocida-romu/pronasledovani-a-genocida-romu-v-ceskych-zemich/pronasledovani-romu-po-vzniku-protektoratu/↩︎
  14. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 61 ↩︎
  15.  SCHUSTER, Michal: „Jinak bychom tady nebyli.“ Příběh rodiny Dychovy z obce Hrušky (okr. Břeclav). „Sonst wären wir nicht hier.“ Die Geschichte der Familie Dycha aus der Gemeinde Hrušky (Bezirk Břeclav) In: Romano džaniben 2/2020.  ↩︎
  16. NEČAS, Ctibor: Osudy cikánské rodiny Danielů z Mutěnic. (Das Schicksal der Zigeunerfamilie Daniel aus Mutěnice. In: Jižní Morava 23), 1987, Bd. 26, S. 266; HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 48. ↩︎
  17. ebenda, S. 46-50. ↩︎
  18. Mehr zu diesem Transport z. B. NEČAS, Ctibor: Z Protektorátu Čechy a Morava do Auschwitz II – Birkenau: Hromadný transport 7. 5. 1943. (Vom Protektorat Böhmen und Mähren nach Auschwitz II – Birkenau: Massentransport vom 7. Mai 1943). In: Sborník prací filozofické fakulty brněnské univerzity (C 42). Sammelband der Philosophischen Fakultät der Universität Brünn (C 42), S. 139–145.  ↩︎
  19. Mehr über das Roma-Lager im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau z. B. bei KLADIVOVÁ, Vlasta: Konečná stanice Auschwitz-Birkenau. (Endstation Auschwitz-Birkenau). Olomouc 1994; SCHUSTER, Michal: „Cikánský tábor“ v koncentračním táboře Auschwitz-Birkenau. („Zigeunerlager“ im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau). Holocaust.cz. Verfügbar auf Tschechisch unter: https://www.holocaust.cz/dejiny/koncentracni-tabory-a-ghetta/cikanske-tabory/cikansky-tabor-v-koncentracnim-tabore-auschwitz-birkenau/↩︎
  20. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 61; NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur. ((Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 108. ↩︎
  21. NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur.  (Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 109.  ↩︎
  22. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 62.  ↩︎
  23.  HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 61–62; NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur. (Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 109.  ↩︎
  24. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 62; NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur. (Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 109. ↩︎
  25. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 62, 64, 69; NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur. (Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 110. ↩︎
  26. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 62-63; NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur. (Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 111. ↩︎
  27.  HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 69–70. Mehr zu den medizinischen Experimenten im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau z. B. bei  KLADIVOVÁ, Vlasta: Konečná stanice Auschwitz-Birkenau. (Endstation Auschwitz-Birkenau). Olomouc 1994, S. 172.  ↩︎
  28. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 64–65.  ↩︎
  29. Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau: Häftlinge von Auschwitz. Verfügbar auf Englisch unter: https://victims.auschwitz.org/victims/54391; United States Holocaust Memorial Museum: Datenbank der Holocaust-Überlebenden und -Opfer. Verfügbar auf Englisch unter: https://www.ushmm.org/remember/resources-holocaust-survivors-victims/database-of-holocaust-survivor-and-victim-names/search-names/person?pid=12484700; https://www.ushmm.org/remember/resources-holocaust-survivors-victims/database-of-holocaust-survivor-and-victim-names/search-names/person?pid=4859073.) ↩︎
  30.  Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau: Häftlinge von Auschwitz. Verfügbar auf Englisch unter: https://victims.auschwitz.org/victims/54576; United States Holocaust Memorial Museum: Datenbank der Holocaust-Überlebenden und -Opfer. Verfügbar auf Englisch unter: https://www.ushmm.org/remember/resources-holocaust-survivors-victims/database-of-holocaust-survivor-and-victim-names/search-names/person?pid=4848927. ↩︎
  31. Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau: Häftlinge von Auschwitz. Verfügbar auf Englisch unter: https://victims.auschwitz.org/victims/53577; United States Holocaust Memorial Museum: Datenbank der Holocaust-Überlebenden und -Opfer. Verfügbar auf Englisch unter: https://www.ushmm.org/remember/resources-holocaust-survivors-victims/database-of-holocaust-survivor-and-victim-names/search-names/person?pid=12484629. ↩︎
  32. Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau: Häftlinge von Auschwitz. Verfügbar auf Englisch unter: https://victims.auschwitz.org/victims/54307; United States Holocaust Memorial Museum: Datenbank der Holocaust-Überlebenden und -Opfer. Verfügbar auf Englisch unter: https://www.ushmm.org/remember/resources-holocaust-survivors-victims/database-of-holocaust-survivor-and-victim-names/search-names/person?pid=12484680. ↩︎
  33. Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau: Häftlinge von Auschwitz. Verfügbar auf Englisch unter: https://victims.auschwitz.org/victims/54604; United States Holocaust Memorial Museum: Datenbank der Holocaust-Überlebenden und -Opfer. Verfügbar auf Englisch unter: https://www.ushmm.org/remember/resources-holocaust-survivors-victims/database-of-holocaust-survivor-and-victim-names/search-names/person?pid=12484755; https://www.ushmm.org/remember/resources-holocaust-survivors-victims/database-of-holocaust-survivor-and-victim-names/search-names/person?pid=4859075. ↩︎
  34.  Gedenkstätte und Museum Auschwitz-Birkenau: Häftlinge von Auschwitz. Verfügbar auf Englisch unter: https://victims.auschwitz.org/victims/54402; United States Holocaust Memorial Museum: Datenbank der Holocaust-Überlebenden und -Opfer. Verfügbar auf Englisch unter: https://www.ushmm.org/remember/resources-holocaust-survivors-victims/database-of-holocaust-survivor-and-victim-names/search-names/person?pid=4859076. ↩︎
  35. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 66–67.  ↩︎
  36. Weitere Informationen zu den im KZ Ravensbrück inhaftierten Roma- und Sinti-Frauen finden Sie bei PLACHÁ, Pavla: Zpřetrhané životy: československé ženy v nacistickém koncentračním táboře Ravensbrück v letech 1939–1945. (Zerbrochene Leben: tschechoslowakische Frauen im nationalsozialistischen Konzentrationslager Ravensbrück in den Jahren 1939–1945). Praha 2021, S. 394–401. ↩︎
  37. Akte von DANIELOVA, RUZENA, geboren am 02.02.1904. Arolsen-Archiv. Verfügbar unter: https://collections.arolsen-archives.org/de/document/3773631; https://collections.arolsen-archives.org/de/document/3773632. ↩︎
  38. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. Strážnice 1993, s. 50; PLACHÁ, Pavla: Zpřetrhané životy: československé ženy v nacistickém koncentračním táboře Ravensbrück v letech 1939–1945. (Zerbrochene Leben: tschechoslowakische Frauen im nationalsozialistischen Konzentrationslager Ravensbrück in den Jahren 1939–1945).  Praha 2021, S. 399–400; MÜLLER, Kai: Sachsenhausen. Encyclopaedia of the Nazi Genocide of the Sinti and Roma. (Sachsenhausen. Encyclopaedia of the Nazi Genocide of the Sinti and Roma). Verfügbar auf English unter: https://encyclopaedia-gsr.eu/lemma/sachsenhausen-en-1-0/. ↩︎
  39. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 71–72. ↩︎
  40. NEČAS, Ctibor: Osudy cikánské rodiny Danielů z Mutěnic. In: Jižní Morava 23, ( Das Schicksal der Zigeunerfamilie Daniel aus Mutěnice. In: Jižní Morava 23), 1987, Bd. 26, S. 267, Anm. 20; HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 48, 50, 137; Pomník obětem 1. a 2. světové války. Spolek pro vojenská pietní místa. (Denkmal für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs. Verein für militärische Gedenkstätten). Verfügbar auf Tschechisch unter: https://www.vets.cz/vpm/9159-pomnik-obetem-1-a-2-svetove-valky/#9159-pomnik-obetem-1-a-2-svetove-valky. ↩︎
  41. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 61, 72. ↩︎
  42. HOLÝ, Dušan: Mudrosloví primáše Jožky Kubíka. (Die Weisheiten des Primás Jožka Kubík). Praha 1984, S. 48; HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 51–53; SLAČKA, Dušan: Cikánská otázka na Hodonínsku v letech 1945–1973. (Die Zigeunerfrage im Raum Hodonín in den Jahren 1945–1973). Brno 2015, S. 48; HORVÁTHOVÁ, Jana, SIGMUND HERÁKOVÁ, Alica, ŠIKLOVÁ, Jiřina: Amendar: pohled do světa romských osobností. (Amendar: Ein Blick in die Welt der Roma-Persönlichkeiten). Brno 2018, S. 150. ↩︎
  43. HOLÝ, Dušan: Odešla za svými dětmi. Lidová demokracie, 13. 5. 1988, (Sie ist zu ihren Kindern gegangen. „Lidová demokracie“, 13. Mai 1988), S. 6; HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 55, 72; DEMETEROVÁ, Iveta: Ctibor Nečas: Růžena Danielová neuměla číst ani psát, přitom však byla neobyčejně moudrá. O Roma vakeren 22. 8. 2021. (Růžena Danielová konnte weder lesen noch schreiben, war aber dennoch außerordentlich weise. O Roma vakeren, 22. August 2021). Verfügbar auf Tschechisch unter: https://informace.rozhlas.cz/pisne-z-taboru-smrti-8557510/2. ↩︎
  44.  Weitere Informationen finden Sie bei HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 87–141; ANDRŠ, Zbyněk: The Song Folklore of the Roma in the Slovak and Czech Republics: Ethnosemantic and Ethnohistorical Approach. Praha 2016, S. 88, 106–110; DEMETEROVÁ, Iveta: Aušvicate hi kher báro. Slavná píseň o nezměrném žalu. O Roma vakeren 14. 8. 2021. („Aušvicate hi kher báro“. Ein berühmtes Lied über unermessliche Trauer. O Roma vakeren, 14. 8. 2021. Verfügbar unter: https://radiozurnal.rozhlas.cz/pisne-z-taboru-smrti-8557510/1; JAKSCHOVÁ, Viola: Pavlína Džurbanová: Příběh jedné z posledních Romek, které přežily holokaust. Die Geschichte einer der letzten Roma-Frauen, die den Holocaust überlebt haben. Verfügbar unter: https://radiozurnal.rozhlas.cz/pavlina-dzurbanova-pribeh-jedne-z-poslednich-romek-ktere-prezily-holokaust-9163648.) ↩︎
  45. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 93; NEČAS, Ctibor: Špalíček romských miniatur. (Eine Sammlung von Roma-Miniaturen). Brno 2008, S. 112; WEISSBACH, Anne Merle: Musik der Sinti und Roma im nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager. Berlin 2011. ↩︎
  46.  HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 11.  ↩︎
  47.  HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993, S. 80–86; GELBART, Petra: A Song of Auschwitz. RomArchive. Verfügbar auf Englisch unter: https://www.romarchive.eu/en/music/europe/song-auschwitz/↩︎
  48. HOLÝ, Dušan: S Milošem Štědroněm o etnomuzikologickém a historickém aspektu a prostoru při práci s hudebním folklórem. In: Národopisné aktuality 21, (Mit Miloš Štědroň über ethnomusikologische und historische Aspekte und Spielräume bei der Arbeit mit musikalischer Folklore. In: „Národopisné aktuality“ 21, 1984), 1984, S. 208. ↩︎
  49. ebenda, S. 205–216.  ↩︎
  50. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klageleid). Strážnice 1993, S. 14.  ↩︎
  51. HOLÝ, Dušan, DANIEL, Bartoloměj, ŠTĚDROŇ, Miloš: Romské písně Aušvicate – Dade zingaricum – Tikha vgordonaczka. (Roma-Lieder „Aušvicate“ – „Dade zingaricum“ – „Tikha vgordonaczka). In: Národopisná revue 3/91, S. 133–139. ↩︎
  52. HOLÝ, Dušan, NEČAS, Ctibor: Žalující píseň. (Ein Klagelied). Strážnice 1993. O knize viz např. ŠLAJCHRT, Viktor: Žalující píseň. Respekt 6. 6. 1994. (Ein Klagelied. Respekt, 6. 6. 1994). Verfügbar auf Tschechisch unterhttps://www.respekt.cz/tydenik/1994/23/zbyla-po-nich-pisnicka. ↩︎
  53.  Ó, ty černý ptáčku. (Oh, du schwarzes Vögelchen. Tschechisch-slowakische Filmdatenbank). Verfügbar auf Tschechisch unter: https://www.csfd.cz/film/222382-o-ty-cerny-ptacku/oceneni/; der Film ist hier verfügbar: Oh, du schwarzes Vögelchen. Eine Welt in den Schulen. Verfügbar auf Tschechisch unter: https://www.jsns.cz/lekce/15592-o-ty-cerny-ptacku.) ↩︎
  54.  …to jsou těžké vzpomínky /…They´re Painful Memories. (…das sind schmerzhafte Erinnerungen). Audio CD. Brno 2013. ↩︎
  55.  Eine weitere Version des Liedes von Emília Machálková siehe z. B. Aušvicate hi kher báro / V Osvětimi je velký dům – Emília Machálková. Verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=GvE2vkZ52TY; Aušvicate hi kher baro (eine andere Version von Emília Machálková). Verfügbar mit automatisch generierten englischen Untertiteln unter: https://www.youtube.com/watch?v=PG2CxE2D1Ac. ↩︎
  56.  Latcho drom, režie: Tony Gatlif, Francie 1993. Verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=r3IqHvk3f28. ↩︎
  57. WEISSBACH, Anne Merle: Musik der Sinti und Roma im nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager. Berlin 2011, S. 36–48. Filmaufnahme mit dem Lied siehe Romani Auschwitz Holocaust. Verfügbar mit Ukrainischen unter: https://www.youtube.com/watch?v=E0WgFZi_zv0.) ↩︎
  58.  „Aušvicate hi kher baro“, gesungen von Dr. Petra Gelbart. Europäischer Gedenktag für Sinti und Roma. Abrufbar unter: https://www.roma-sinti-holocaust-memorial-day.eu/remembrance/ausvicate-hi-kher-baro/; „Aušvicate hi kher báro“ – Zigeunerlied, geschrieben in Auschwitz / Dušan Holý Sr. (Tenor). Abrufbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=9CReGwzSv7k- Liedtext in der Infobox; Aušvicate o kher báro „Čiriklóro“ (feat. Janka Orlická). Verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=dyGwX4Qwou8; GypsiCover – Aušvicate hi kher báro. Verfügbar mit automatisch generierten englischen Untertiteln unter: https://www.youtube.com/watch?v=3Fe8CmmlyJk; „Aušvicate hi kher báro“ – Růžena Danielova, Text: Frank #Romani-Musik #Untertitel #Songtext-Video. Verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=PYSnan5MN5c; Roma Spirit 2016: Jana Sendreiová & Jana Kirschner. Verfügbar mit automatisch generierten slowakischen Untertiteln unter: https://www.youtube.com/watch?v=9g4bfNPhzLk; Aušvicate hin kher baro (Version der französischen Musikgruppe Latwal). Verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=1o5wfaMsUKg. ↩︎